Alina & Steve – Eine wunderschöne 50er Jahre Hochzeit

WOW! Meine erste Hochzeit, die ich als Fotograf begleiten durfte und gleich so eine Traumhochzeit! Eine 50er Jahre Hochzeit mit allem, was das Herz begehrt –  perfektes Wetter, unendlich viele Emotionen, ein Harley-Corso und natürlich einem Jacky Empfang nach der Trauung! Und, und, und….

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Es ist der 01.08.2015 und ich treffe mich morgens mit Alina, der Braut, in ihrer Wohnung. Drei weitere hübsche Ladies sind auch anwesend, unter anderem die nette und mit einer Vielzahl richtig cooler Motive tättowierte Hair and Make-Up Stylistin Eva-Maria. Nach ein paar Kaffee und einem Schwätzchen geht auch die Vorbereitung los, also gleichzeitig mein Arbeitstag als Fotograf meiner allerersten Hochzeit. Doch bevor ich das erste Foto schieße, die Vorbeireitung.

Bei Giacchi, einem Freund der Familie, der  gleichzeitig ein grandioser Fotograf ist (schaut doch mal bei ihm vorbei www.giacchi.de), erkundigte ich mich im Vorhinein, auf was bei der perfekten Dokumentation einer Hochzeit zu achten ist. Wir telefonierten und es sprangen echt gute Tipps dabei heraus. Danke auf jeden Fall noch mal dafür! Zusätzlich machte ich mich noch mit der Location vertraut, indem ich ein paar Wochen vorher schon einem hinfuhr. Ich las mir noch einige Berichte von anderen Fotografen durch und schaute mir deren Bilder an, um mir etwas Inspiration zu holen. Aber am meisten vertraute ich auf meine Spontanität am Tag selber, nein ich war mir sicher, es würde alles wunderbar klappen – und so war es auch! Ich lieh mir noch ein-zwei Equipmentparts, die ich noch nicht mein Eigen nennen darf bei guten Freunden und schon war die Vorbereitung vollbracht. Der Tag der Tage für Alina und Steve, die ich übrigens auch privat kenne, konnte beginnen. Noch mal ein großes Dankeschön an euch, dass ich den Tag mit euch verbringen durfte und dass ihr soviel Vertrauen in mich hattet!

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Da stand ich nun also, in der Wohnung der Braut inmitten von vier Frauen, die sich nun fertig machen möchten, für den perfekten Tag – was dank Eva-Maria wunderbar klappt! Schnurtstracks zaubert sie die Frisur, die man ihr kurz vorher auf einem Foto gezeigt hat, und nicht nur das, sie macht sie noch besser und das ungelogen in Rekordzeit. Vielleicht war ich auch nicht oft genug bei sowas dabei, aber ich als H&M-Laie möchte mal sagen, das ging wirklich sehr flott. Ich machte fleißig Bilder, versuchte jeden Moment aufzufangen und ich denke, es kam so einiges dabei heraus. Wir lachten viel und ich versuchte mehr ein Teil von dem Ganzen zu sein, als nur der lästige Fotograf. Ich hatte dann genug Bilder und machte mich 3min Fahrt zum Bräutigam, Steve, der Filigrankicker und Barca-Fan, der an seinem Jungesellenabschied mit CR7 Trikot rumlaufen musste. Auf einem Parkplatz traf ich ihn und ca. 15 Harleys und die dazugehörigen Fahrer. Alles Rocker und Harley-Fans und alles Teil der Familie und der Freunde. Das machte das Ganze so besonders. Es war alles authentisch und nicht einfach so dahergelaufen, nur weil es das Motto ist, sich 50er Jahre rockabilly zu geben. Das Motto war also eher Resultat der Gäste und nicht die Gäste das, was das Motto vorschreibt.

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Nachdem Harley-Corso über Autobahn und Landstraße, ging es dann zur Trauung. Eine lockere Standesbeamtin machte das ganze echt spannend und ich durfte fleißig Knipsen, exklusiv sogar bei der Trauung selbst. Danach ging es dann in den Park vor dem Standesamt, alle waren super happy, das Wetter war mehr als perfekt und das frische Brautpaar wurde von einem lauten Harley-Motoren-Gewitter aus dem Standesamt empfangen. Ich hatte eine Menge Spaß jedes einzelne dieser Motive einzufangen, auch wenn es hinter den 10 Harley, die Vollgas gegeben haben bestimmt ein wenig lauter war als davor – haha.

Weiter ging es dann ein paar Kilometer weiter, wo die Feier auf einem Schlosshof inklusive Park und Partykeller stattfand. Nach einem sensationellen Jack-Daniel’s Empfang, den ich natürlich während der Arbeitszeit nicht genießen durfte, schnappte ich mir das Brautpaar für ein Shooting im Park und vor ihrer roten Shevelle. Es sind ein paar sehr schöne Bilder entstanden. Aber wer bitte schafft es nicht, bei einer 50er Jahre Hochzeit keine schönen Bilder zu machen?! ;D

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Ich setzte mich dann mit dem Keller und den Blitzmöglichkeiten auseinander, ich muss sagen, dafür, das die Steine doch recht rot waren, gab das ganze ein schönesblog (13 von 16) warmes gebounctes Licht zurück, worüber ich immens glücklich war. Draußen war die Party voll am Gange und in der Zwischenzeit spielte der DJ im Keller für sich und den Kellner an der Bar 50er und 60er Jahre Lieder. Das fand ich übrigens auch cool. In bestimmten Zeitabständen steigerte der DJ das Jahrzehnt der Liedauswahl und spät in der Nacht wurden dann aktuelle Lieder gespielt. Ein cooles System, denn so hatte sowohl jung und alt was von der Musik. Ich machte ein paar Bilder der Gäste draußen an den Stehtischen und dann noch mal ein kleines Brautpaar-Eltern-Bild im Park. Dort habe ich dann eine alte Mauer mit einem offenen Fensterausguck entdeckt, den ich perfekt fand, für ein Shooting – doch mit wem? Das Brautpaar war beschäftig, also jemand anderes. Dann kam mir die Idee einfach alle Gäste die ich fand und die Lust hatten in diesem „Rahmen“ zu stellen und abzulichten. Es war ein gute Idee, wie ich fand. Die Idee war aber auch inpiriert durch meinen Freund Giacchi, der ähnliches auf der Hochzeit meines Onkels getan hatte. Nach und nach schnappte ich mir die Gäste, häufig pärchenweise und ließ ihnen kreativen Freiraum und machte interessante Bilder. Jeder ließ sich irgendwas besonderes einfallen um in diesem Fenster zu stehen. Später stellte ich dann auch noch mal das Brautpaar hinein, perfekter ging es nicht.

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So langsam wurde es dunkel und auch der DJ bekam Besuch im Partykeller und der Blitz wurde jetzt endgültig auf die Kamera montiert. 3 Mal musste ich die Batterien wechseln!! Aber es hat sich gelohnt! Die Party war voll im Gange und ich wurde vom Hochzeitsfotografen mal eben zum Partyfotografen – bis das Brautpaar draußen die echt geile und leckere Torte anschnitt. Klick, Klick, der erste Schnitt war drauf! Perfekt. Fast alle Momente des Tages waren eingefangen. Nur noch der Eröffnugnstanz fehlte mir und es war bald Mitternacht! Aber meine Bedenken lösten sich in Luft auf, kurze Zeit später war die Tanzfläche gefüllt von den zwei Personen des Abends und sie tanzten während jeder gerührt das Lied „Purple Rain“ im Hintergrund mitgröhlte! Es war ein magischer Moment! Blitz, Blitz.. und die letzten wichtigen Bilder waren im Kasten. Ich war glücklich und so langsam ließ ich mal die Kamera und den Blitz abkühlen und michte mich unter die Leute. Die Kamera weglegen konnte ich aber nie so richtig, auch als Steve mir sagte, ich solle doch nun auch mal feiern. Ich konnte aber beides zusammen und es machte Megaspaß!

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Wie findet ihr die Bilder?  Habt ihr vielleicht Fragen zu Hochzeitsfotografie? Schreibt es gerne in die Kommentare, ich würde mich freuen!

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