Kurztrip Madrid – Spontaner Abstecher nach Spanien – Teil 2

Teil 2 – Kurztrip nach Madrid – Zwischen Schinken und redefreudigen Einheimischen

Etwas verspätet nun auch der 2. Teil meines kurzen knappen Madrid Kurztrips.

Nach dem Kaiserpalast ging es dann weiter nördlich, vorbei am Palastgarten in Richtung eines großen Parks in dessen Mitte ein kleiner Tempel steht. Jedoch ließen wir beides links liegen und bagaben und schnurrstracks der Nase nach in Richtung einer kleinen unscheinbaren Bar an der Ecke dieser großen Straße, auf der wir liefen. Wenige Tische standen auf dem breiten Bürgersteig und innendrin sah der Laden dann doch viel interessanter aus, als er von außen versprach. Am Ende des langen schmalen und mit Bar und Stehtischen ausgestatteten Raumes sah man viele leckere Schinken von der Decke hängen. Wir setzten und draußen und die Sonne und bestellen etwas zu trinken und Joshi lud mich auf den Schinken ein, den er mir einige Zeit vorher schon schmackhaft gemacht hat. Kurze Zeit später kam er auch, der beste Schinken, den ich in meinem Leben bis jetzt überhaupt gegessen habe! Ich weiß nicht was es war, vielleicht lag es daran, dass er vom spanischen Meister im Schinken schneiden geschnitten wurde, vielleicht lag es daran, dass ich die Wochen zuvor nur wenig gutes Essen hatte, vielleicht lag es aber, und ich glaube das war es auch, daran, dass es wirklich der beste Schinken war, den Madrid zu bieten hat. Natürlich bestätigte das auch der Preis – haha! Das Baguette dazu war auch köstlich und nur wenige Minuten später kam auch ein Herr in sehr feinem Anzug und einem Gin von der Bar drinnen zu uns raus und fragte uns wie er uns schmecke – auf spanisch. Wir dachten, es sei irgendsoein Stammgast, der sich hier gerne mittags schon die Kante gibt. Trotzdem war er nett und wir – sagen wir Joshi – unterhielt sich kurz mit ihm auf Spanisch, bis er herausfand, dass ich nur Deutsch spreche und aus Frankfurt komme. Plötzlich fängt er an mit mir Deutsh zu sprechen. Merklich eingerostet aber gut verständlich erzählte er uns, dass er bei der Botschaft in Frankfurt gearbeitet hat und jetzt gegenüber im Senado de Madrid bei der politischen Forschung arbeitet. Er erzählte uns viel über Weine, deutsche Weine, spanische Weine und schwärmte von seiner Zeit in Deutschland und dem Riesling. Es war ein netter Herr, der sich freute, seine Deutschkenntnisse wieder aufzufrischen. Am Ende gab er Joshi seine Nummer und lud ihn zum Essen ein. Mir wünschte er eine schöne Heimreise.

Schinken Madrid Kurztrip
Allein beim Anblick lief einem schon das Wasser im Mund zusammen!!

Nachdem wir unseren neuen spanischen Freund Luis zurückgelassen haben, liefen wir am eben genannten Senado de Madrid vorbei in Richtung Innenstadt und zur großen Hauptstraße im Zentrum Madrid’s. Shopping, Shopping, Fast Food, Theater, Kino und Shopping. Das alles war hier zu finden und zu unternehmen. Dementsprechend voll waren die breiten Gehwege auf beiden Seiten der viel befahren Straße – es war Rush-Hour. Wir ließen uns nicht groß aufhalten und schritten zügigen Schrittes so schnell es ging slalom durch die Menschenmassen, bis Joshi doch in eines der Klamottenläden eingesogen wurden. Für ein Tshirt, das er sogar schon ganz am Anfang in der Hand hatte, dauerte es mir dann doch etwas zu lange.. haha

Wir gingen weiter und machten noch einige Bilder mitten auf einer Verkehrsinsel. Joshi nutzte eine Gelegenheit der roten Ampel um wieder an „Land“ zu kommen, ich hatte sie jedoch verpasst, weil ich mein Bild noch nicht hatte und musste dann doch etwas länger warten. Ein wenig weiter trafen wir auf einen weiteren Straßenkünstler, der innerhalb 15min ein wirklich erstaunliches Bild eines Wolfes auf eienr Klippe am Meer vor Vollmond malte – Respekt, falls du das lesen solltest und deutsch spricht, lieber Künstler!

Madrid zur Ruch-Hour
Der Broadway Madrid’s
Rush-Hour?! Na und, ich stell mich trotzdem mitten auf die Straße!
Rush-Hour?! Na und, ich stell mich trotzdem mitten auf die Straße!

Der Tag in Madrid ging also zu Ende, die Sonne ging unter und wir versanken in einer gediegenen Runde Fifa mit einem leckeren Abendessen, das wir uns kochten. Der Abend wurde wieder Film und Fifa lastig und dementsprechend lang. Ich musste auch wieder um 5Uhr raus für meinen Flug, sodass Schlaf eher Mangelware war, nach einem Tag, dem sonst eigentlich nichts fehlte!

Danke an mein Freund Joshi für seine Gastfreundschaft, ich komme gerne wieder, sobald es geht.

Das war er, mein kleiner, wie ich finde erfolgreicher, Ausflug für Körper und Seele. Eine Stadt, die mir persönlich gut gefiel und nicht diesen typischen Großstadtflair hat, den man aus Europa kennt


Was hat euch in Madrid am besten gefallen? Oder was wäre für euch ein Grund Madrid auch einmal zu besuchen? Schreibt es doch gerne in die Kommentare!

 

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